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Herbsttagung 2014

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Gemeinsame Herbsttagung des Zahnärztlichen Vereins und der Landeszahnärztekammer

Zur diesjährigen Herbsttagung am 11. Oktober 2014 in der Landeszahnärztekammer Hessen begrüßten der Präsident des Zahnärztlichen Vereins zu Frankfurt am Main, Herr Prof. Dr. mult. Robert Sader und der Präsident der LZKH, Herr Dr. Michael Frank, die zahlreichen Zuhörer.
 

Vor der traditionellen Verleihung des Friedrich-Kreter Promotionspreises 2014 wurde Herr Dr. Frank Berger mit der silbernen Ehrennadel der Bundeszahnärztekammer geehrt. Herr Dr. Michael Frank hielt eine launig-freundliche Laudatio auf „Franky“, wie der fröhliche Rheinländer liebevoll von seinen Freunden und Kollegen genannt wird.

 Dr. Michael Frank                    Dr. Frank Berger  
In der Folge verlieh Herr Prof, Dr. Robert Sader die Ehrenmitgliedschaft des Zahnärztlichen Vereins als Zeichen und Dank für die so gute Zusammenarbeit und Freundschaft an den Kollegen, Herrn Dr. Kurt Kolmer, Präsident der Zahnärztlichen Gesellschaft in Hessen.
 
Mit der schwungvollen und routinierten Vorstellung der dieses Jahr prämierten Dissertation durch den Autor, Herrn Dr. Hari Petsos, ging es in den wissenschaftlichen Teil. Sie trägt den Titel „Der Einfluss unterschiedlicher Fachkompetenz auf die inter- und intraindividuelle Bewertung der Ästhetik von implantatgetragenen Frontzahnkronen“ .
Der Präsident, Herr Prof. Sader, bedankte sich für die sehr anschauliche Präsentation und überreichte Herrn Dr. Petsos den Bembel und das goldene Kuvert mit dem Preisgeld.
 
Der Hauptpunkt der Herbsttagung „Eine Abteilung stellt sich vor“ begann mit der Vorstellung des Teams rund um Frau Prof. Dr. Nicole Arweiler, seit 2010 Direktorin der Abteilung für Parodontologie der Philipps-Universität Marburg.
 
Frau Prof. Arweiler stellte dar, wie groß die Diskrepanz zwischen dem „Lifestyle“ im Sinne eines hohen Anspruchs an Zähne und Aussehen und der Realität ist. Die Zahlen der DMS 4 Studie besagen, dass 8 von 10 Patienten ein parodontales Problem haben. Bundesweit 35 Millionen Patienten mit parodontalem Behandlungsbedarf stünden deutlich weniger Therapien entgegen. Die Zahnärzte müssten ihren Patienten verständlich machen, dass die orale Hygiene und die Mundgesundheit einen großen Einfluss auf die Allgemeingesundheit haben.  
   Prof. Dr. Nicole Arweiler
Frau Prof. Arweiler berichtete ausführlich über den Biofilm als ihren Forschungsschwerpunkt in Marburg.
 
Der 2. Vortrag wurde von Frau Dr. Raluca Cosgarea gehalten. An vielen Falldarstellungen zeigte sie die Möglichkeiten und Grenzen der Rezessionsdeckung.
Frau Kristina Schmidt, die als „Dental Hygienist“ das Team von Frau Prof. Arweiler als Wissenschaftliche Mitarbeiterin unterstützt, stellte im 3. Vortrag die Ziele der Unterstützenden Parodonitistherapie (UPT) vor. Der Ablauf einer UPT solle nach dem Prinzip „Tell- Show-Do“ individuell an jeden Patienten angepasst werden. 
 
Im letzten Vortrag stellte Frau Prof. Arweiler das Vorgehen der Ästhetischen Korrekturmöglichkeiten bei parodontalen Problematiken vor. Von chirurgischen Papillenrekonstruktionen, Compopositkorrekturen bis hin zu Gingivaepithesen zeigte sie anhand von klinischen Fallbeispielen den Vorher/Nachher – Effekt.
 
Zum Abschluss lud der Präsident, Herr Prof. Sader, zur nächsten Frühjahrstagung am 18.02.2014 um 17.30 Uhr im Großen Hörsaal im Carolinum und – schon irdisch-naheliegend - zum traditionellen Plausch und Beisammensein beim hessischen Imbiß im Vorraum.
 

 

Zuletzt geändert am: 29.11.2014 um 15:53

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