Friedrich-Kreter-Promotionspreis


Prof. Dr.Dr. Friedrich Kreter
 

Seit Jahren verleiht der Zahnärztliche Verein zu Frankfurt am Main von 1863 e.V. den Friedrich-Kreter-Promotionspreis.
Dieser Preis ist dem Andenken unseres langjährigen Präsidenten und Lehrstuhlinhaber des Carolinums gewidmet.
Der Preis ist mit 1500,- € dotiert und prämiert die Arbeit mit dem höchsten Informationsgehalt für den praktisch tätigen, niedergelassenen Zahnarzt.

Er wird jedes Jahr in unserer Herbstveranstaltung verliehen.

 

Die Teilnahmebedingungen für den Preis 2017 zum download:

 

Preisträger 2015

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In seiner prämierten Dissertationsschrift mit dem Titel „Histologische, histomorphometrische und klinische Vergleichsanalyse eines xenogenen Knochenersatzmaterial bei ehemaligen Tumorpatienten“ untersuchte  Dr. Lorenz Materialien zur Sinusbodenaugmentation

vor Implantation bei Tumorpatienten. Der „Goldstandard“, das Auffüllen des Hohlraums nach Anheben der Schneider´schen Membran mit autologem Knochen, fordert einen zweiten OP-Situs an der Entnahmestelle und die damit verbunden Belastung der ohnehin schon durch ihre Tumorerkrankung belasteten Patienten. Deswegen sind Knochenersatzmaterialien bei diesen Patienten von besonderer Bedeutung.

Der Preisträger untersuchte zwei Knochenersatzmaterialien(KNE) bei einem Patientengut, das vorher ein Plattenepithelcarcinom hatte. Im split-mouth-design wurden die Patienten auf der einen Seite mit dem synthetischen Material Nanobone ©und auf der anderen Seite mit dem xenogenen  Bio-Oss© augmentiert. Nach einem halben Jahr wurden bei der Implantation Biopsien entnommen, die histologisch und histomorphometrisch untersucht wurden. Nach zwei Jahren erfolgte nochmal eine klinische Nachuntersuchung.

In der Gruppe mit dem synthetischen KEM befand sich zum Zeitpunkt der Biopsie weniger des eingebrachten Materials, mehr mehrkernige Riesenzellen aber auch weniger Vaskularisation. Beide Gruppen zeigten gute Geweberegeneration, aber eine schlechtere Knochenneubildung in der Gruppe des synthetischen Materials. Die gefundenen histologischen Unterschiede machten sich aber klinisch nicht bemerkbar.

Herr Dr. Lorenz schloss seinen Vortrag mit der Aussage, dass die Ergebnisse auch auf Nicht-Tumor-Patienten übertragbar sind und dass ein Sinuslift mit KEM bei Tumorpatienten möglich ist und durch die dann mögliche Prothetik zu einer Verbesserung der Lebensqualität führt.

Zuletzt geändert am: 16.11.2016 um 16:30

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